USER SERVICE – FAQ

Die TRNSYS FAQ-Liste bietet TRNSYS-Usern eine schnelle und einfache Möglichkeit Antworten für häufig auftretende Probleme zu erhalten. Die Liste ist sortiert nach folgenden Themengebieten:

Themengebiete:

1. Installation von TRNSYS 2. Grundlagen der Simulationen mit TRNSYS 3. Simulation Studio 4. Gebäudesimulation mit Type 56 (TRNBuild) 5. TRNSYS Types 6. Strömungssimulation mit TRNFLOW 7. SEL Tutorials

1. ALLGEMEINE FRAGEN ZUR INSTALLATION VON TRNSYS

1.1 Seit dem Update auf TRNSYS 16.1 kann ich TRNSYS Studio nicht mehr starten.

Die TRNSYS 16.1 Installationsdatei enthält eine TRNSYS Vollversion, die installiert werden kann auch wenn TRNSYS 16.0 vorher nicht auf dem Rechner installiert war. Falls auf dem Rechner TRNSYS 16.0 bereits vorhanden ist muss TRNSYS16.1 in ein neues Verzeichnis (z.B. TRNSYS16_1) installiert werden oder das alte TRNSYS16 Verzeichnis muss umbenannt werden. Lediglich die Datei user16.id muss aus dem alten TRNSYS 16.0 Verzeichnis in das neue TRNSYS 16.1 Verzeichnis kopiert werden.

1.2 TRNSYS läuft nicht auf den PCs in unserem Studentenrechnerraum.

Das kann mit den Zugriffsrechten, die den Studenten auf den Hochschulrechnern eingeräumt sind zu tun haben. Oft besteht ein Schreibschutz auf Verzeichnissen, auf die TRNSYS Zugriff benötigt. Folgende Vorgehensweise sollte ausprobiert werden:

1.3 Beim Starten von TRNSYS erscheint die Fehlermeldung "USER.ID not found".

Dieser File wird von TRNSYS zur Durchführung der Simulation benötigt und sollte direkt im Verzeichnis \TRNSYS16 bzw. \TRNSYS16_1 liegen. Falls er dort nicht auffindbar ist, kopieren Sie ihn von der Installations CD in das entsprechende Verzeichnis.

1.4 Ich möchte eine TRNSED-Anwendung erzeugen. In TRNEDIT kann ich jedoch den "Create Distributable" Button nicht aktivieren.

Um eine TRNSED Anwendung zu erstellen brauchen Sie eine spezielle Lizenz , die Sie unter bestimmten Bedingungen von Ihrem TRNSYS Distributor erhalten. Die Verteilung von TRNSED-Anwendungen ist jedoch bestimmten Lizenzbedingungen unterworfen, welche Sie in der Datei "license.txt" in Ihrer TRNSYS-Installation einsehen können.

1.5 Ich möchte eine eigene Komponente in TRNSYS einbinden. Welchen Compiler benötige ich. Wie gehe ich vor?

Die TRNSYS Entwicklergruppe nutzt den INTEL Visual Fortran Compiler. Mit dem können Sie aus Ihren eigenen Komponenten sog. Dynamic Link Libraries (*.dll) erstellen, die dann von TRNSYS gerufen werden. Wenn Sie eine eigene Komponente erstellen möchten, können Sie zu Beginn ein neues Proforma in TRNSYS Studio erstellen in dem Sie bereits alle Parameter, Inputs uns Outputs definieren. Mit dem Befehl <Export as Fortran/C++> können Sie sich dann für die Programmierung Ihrer Komponente erstellen, das bereits viele TRNSYS spezifische Befehle enthält.

1.6 Ich möchte zusätzliche Nostandard Types im Studio verwenden, wie muss ich Vorgehen nach dem Erhalt der Installationsdateien?

Wenn Sie eine Nostandard Komponente kaufen erhalten Sie auf jeden Fall folgende Dateien. Das Proforma (*.tmf) mit zusätzlichem Icon (*.bmp). Diese müssen unter im TRNSYS Verzeichnis unter Studio/Proformas und dann in einem beliebigen Ordner gespeichert werden. Daraufhin erscheint der Type in der Studio Library. Dann erhalten Sie noch eine *.dll, welche meistens eine Release DLL ist und dementsprechend in das TRNSYS Verzeichnis Userlib/ReleaseDLLs kopiert werden muss. Danach müsste der Type funktionieren.

2. ALLGEMEINE FRAGEN ZUR SIMULATION MIT TRNSYS

2.1 Startet man eine Jahressimulation bei Stunde 0 oder bei Stunde 1?

Seit TRNSYS16 ist der Startzeitpunkt (START) der Moment an dem die Simulation startet. Zu diesem Moment wird eine Initialisierung der Simulation vorgenommen, ab de ersten Stunde werden dann die Ergebnisse berechnet. Eine Jahressimulation läuft also von Stunde 0 bis Stunde 8760. Eine Simulation z.B. für April beginnt zum Zeitpunkt 2160 und endet mit Stunde 2880. Die Stundeneinteilung des Jahres sieht folgendermaßen aus:

Monat Start Tag Start Stunde Ende Stunde
Januar 1 0 744
Februar 32 744 1416
März 60 1416 2160
April 91 2160 2880
Mai 121 2880 3624
Juni 152 3624 4344
Juli 182 4344 5088
August 213 5088 5832
September 244 5832 6552
Oktober 274 6552 7296
November 305 7296 8016
Dezember 355 8016 8760

Anmerkung: In früheren Versionen (bis TRNSYS 15) war die Startzeit anders definiert und eine Jahresimulation startete mit Stunde 1.

2.2 Woher erhält man Wetterdaten für die Simulation?

Als Wetterdaten für eine TRNSYS-Simulation sollten i.d.R stündlich aufgelöste Daten verwendet werden.

Ab der Version 16 werden mit TRNSYS eine Serie von Wetterdaten mitgeliefert:

Für die verschiedenen Regionen in Deutschland kann man über den Deutschen Wetterdienst die sog. Testreferenzjahre beziehen:

Testreferenzjahre Deutscher Wetterdienst

Bezugsadresse:
Deutscher Wetterdienst Klima- und Umweltberatung
Kaiserleistraße 44
D- 63067 Offenbach am Main
Telefax: 069 – 8062 2993

2.3 Das Einlesen der DWD – Testreferenzjahre (2004 und 2010) mit dem TRNSYS Type 109 –Mode 3 – German TRY funktioniert nicht. Woran kann das liegen?

Der Modus 3 des Type 109 bezieht sich auf das Datenformat der alten DWD TRY Wetterdaten (vor 2004). Das Datenformat der Testreferenzjahre (2004 und 2010) des deutschen Wetterdienstes hat sich gegenüber der vorherigen Ausgabe geändert und muss für die Verwendung in TRNSYS angepasst werden. Ein Hilfsprogamm zur Konvertierung der Original Wetterdaten vom DWD zur Verwendung in TRNSYS mit dem Type 99 oder 109 finden Sie hier:

Programm zur Konvertierung der TRY 2004 Wetterdaten herunterladen Programm zur Konvertierung der TRY 2010 Wetterdaten herunterladen

2.4 Bei einer Simulation mit TRNSYS treten Iterationsprobleme auf. Was kann man da zur Verbesserung tun?

Im allgemeinen können die folgenden Maßnahmen zur Verbesserung des Iterationsvorganges ergriffen werden:

1) Reihenfolge der TYPEs im DCK-File (TRNSYS input file)
Bei der Reihenfolge der TYPEs ist auf eine "sinnvolle" Ordnung zu achten. IN TRNSYS Studio gibt es im Control Cards Editor eine Option zur Optimierung der Reihenfolge, allerdings sollte diese trotzdem immer noch "von Hand" kontrolliert werden:

  • Zuerst Eingangs-TYPESs wie Datenleser, Solar Radiation processor, ...
  • Danach rechenintensive TYPEs wie Gebäudemodell, Kollektor, Speicher ..
  • Weitere TYPEs wie Hydronics, Controller, ...
  • Zuletzt Ausgabe-TYPEs wie Printer, SIMSUM und das ONLINE

2) Zeitschrittweite verkleinern
Die verwendete Zeitschrittweite ist entsprechend dem zu simulierenden System zu wählen.

3) Equations ersetzen durch Type 2 mit Hysterese
Werden Equations als Schalter verwendet kommt es häufig zu nicht konvergierenden Ergebnissen wenn die Werte der Inputs sehr nahe an der Schaltgrenze sind. In solchen Fällen bringt der Type 2 Abhilfe. Hier wird eine Differenz definiert, welche zusätzlich zu dem Schaltkriterium über- oder unterschritten werden muss, bevor das Umschalten des Ausgangssignals erfolgt.

2.5 Wie kann ich verhindern, dass ich am Ende der Simulation auf 'Continue' oder 'Yes' klicken muss? (Hintergrund: Ich möchte über einen Batch-Job mehrere Simulationen hintereinander starten)

Einfach den Schalter "/N" für die Datei TRNSYS.EXE verwenden und die Dialogbox am Ende der Simulation erscheint nicht mehr. Zum Beispiel: Zur Simulation des TRNSYS Input Dateien BSP1.DCK ohne Dialogbox am Simulationsende kann das folgende command line statement verwendet werden: TRNSYS.EXE BSP1.DCK /N

3. FRAGEN ZU TRNSYS STUDIO

3.1 Gibt es eine beschränkte Parameteranzahl im PROFORMA-Fenster?

Ja. Die Anzahl der VERSCHIEDENEN Parameter ist im PROFROMA Fenster auf 75 beschränkt. D.h. jedoch nicht zwangsläufig das die maximale Anzahl auf 75 beschränkt ist. Durch die Verwendung von Cycles für sich wiederholende Parameter kann die Anzahl der verschiedenen Parameter klein gehalten werden und das PROFORMA Fenster übersichtlich.

4. FRAGEN ZUR GEBÄUDESIMULATION MIT TRNBUILD / TYPE 56

4.1 Beim Speichern in TRNBuild erscheint die Fehlermeldung

Error creating the wall transfer function coefficients:
Stability criteria not fullfilled
Check layer definition (thickness, ratio of conductivity / density)
Please, check the INF-file for further information.

Dies bedeutet, dass im Modellgebäude Wandflächen definiert sind, für die bei der gewählten "timebase" keine Koeffizienten für die Transferfunktionen ermittelt werden konnten. Insbesondere bei schweren, sehr gut gedämmten Wänden stößt das Transferfunktionen Modell an seine Gültigkeitsgrenzen.

Das Problem kann gelöst werden durch Veränderung der wall time base oder ggf. durch Definition der leichten Wandschichten (Dämmung) als Wärmeleitwiderstand ohne thermische Masse (massless layer).

4.2 Wie kann ich die Window Library W4-LIB.DAT erweitern?

Hier benötigen Sie das Programm WINDOW 5 oder höher von Lawrence Berkeley National Laboratory. Dieses Programm können Sie vom LBL beziehen:

Programm Window

Nach der Berechnung der Verglasung müssen die Daten in eine ASCII - Datei geschrieben werden (DOE output) und von Hand in die W4-LIB.DAT kopiert werden.

Bei TRANSSOLAR ist eine neue Fensterdatenbank mit den aktuellen Verglasungsprodukten der wichtigsten dt. Hersteller. Diese wurde mit WINDOW 5.2 mit spektral aufgelösten Herstellerdaten generiert

Neue Glasdatenbank – Bestellformular

Um Einzelscheiben zu definieren muß das Programm „Optics“ verwendet werden. In Window Version 5 oder höher kann dann die gesamte Verglasung zusammengestellt werden.

4.3 Was ist bei TRNBuild zu beachten, wenn ein HEATING mit einem hohen radiativem Anteil RRAD verwendet wird?

Der Wert für MAX.POWER muss auf einen sinnvollen Wert beschränkt werden, da sich sonst unrealistisch hohe Oberflächentemperaturen einstellen. Der Wert für den radiativen Anteil RRAD muss kleiner als 0.99 sein.

4.4 Bei Anwendung eines innen liegenden Sonnenschutzes (ISHADE) wird die in die Zone einfallende Sonnenstrahlung (NTYPE12) genauso reduziert, als wäre es ein außenliegender Sonnenschutz (ESHADE), nämlich entsprechend dem shading factor.

NTYPE 12 gibt nur die Strahlungstransmission aus, nicht jedoch die sekundäre Wärmeabgabe pro Zone => Die Transmission bleibt die gleiche, ob Sie ESHADE oder ISHADE verwenden, die sekundäre Wärmeabgabe ändert sich jedoch.

4.5 Wie ist der GEOSURF Faktor definiert?

Der GEOSURF definiert welcher Anteil der in eine Zone einfallenden Direktstrahlung auf die betrachtete Fläche auftrifft. Die Summe der angewendeten GEOSURFS in einer Zone muss gleich 1 sein. Ist jeder GEOSURF gleich null wird die Direktstrahlung flächen-absorptionsgewichtet auf die Wände der Zone verteilt.

4.6 Wie kann ich in TRNBuild die Abluft aus einer ZONE definieren?

In TRNSYS wird die Abluft gar nicht betrachtet. Für eine Zone können nur Zuluftströme definiert werden und es wird angenommen, dass der Luftstrom, der rein geht, auch wieder raus geht. Da TRNSYS keine Massenbilanz macht, muss der Benutzer sicherstellen, dass keine Zone z.B. "leer gesaugt" wird.

4.7 Kann der neue Solver (Powells method, SOLVER 1) für eine Gebäudesimulation mit TYPE 56 verwendet werden?

Nein, leider nicht. Es kann nur die Successive Substitution mit SOLVER 0 verwendet werden.

4.8 Was wird genau von NTYPE 27 (statc UA-Transmission losses) des TYPE 56 (Multizone building) ausgegeben?

Für jeden Zeitschritt werden die stationären Wärmeverluste aller Wände + Fenster einer ZONE berechnet. Hierfür werden nicht die im BUI-File definierten konvektiven Wärmeübergangskoeffizienten verwendet, sondern die in DIN4701 angegebenen kombinierten Wärmeübergangskoeffizienten von Strahlung und Konvektion:

alpha, innen: 7,7 W/(m²×K)
alpha, aussen: 25 W/(m²×K)

4.9 Welches Feuchtemodell vom TRNBuild verwendet man zu welchem Zweck und welche Werte soll man wählen?

Um einen realistischen Feuchteverlauf zu erhalten, kann man das simple WCAPR-Modell verwenden. Wichtig ist, sehr kleine (0.0001) TOLERANCEs einzustellen. Werte für WCAPR liegen zwischen 1 und 10, je nach Feuchtspeicherung der Materialien. Sinnvolle Werte für das detaillierte Modell sind nicht so einfach zu bekommen. Am besten erstmal unsere Literaturliste im Reference Manual, Vol. 6 checken.

4.10 Wie rechnet man die Verschattung z.B. von Nachbargebäuden?

Zur Berechnung von externen feststehenden Verschattungsobjekten stehen in TRNSYS der TYPE 34 (Overhang and Wingwall Shading) und der TYPPE 68 (Shading by External Object) zur Verfügung. Der TYPE 68 ist sehr flexibel allerdings deshalb auch sehr aufwändig in der Eingabe. Es besteht zusätzlich auch die Möglichkeit externe Programme zu verwenden deren Ergebnisse dann z.B. über Datenleser (Type 9) oder Equations eingekoppelt werden.

4.11 In TRNBuild eingegebene Fenster werden nicht angezeigt?

In TRNBUILD werden Fenster "auf" externen Wänden definiert. Die Übersichtsliste für Fenster auf der rechten Seite zeigt folglich nur die Fenster an, die auf der ausgewählten Wand (blau unterlegt in der Wand-Übersichtsliste) definiert sind.

4.12 Wie kann in TRNBuild eine Tageszeit und Lichtstärke abhängige Kunstlichtsteuerung abgebildet werden?

Es gibt dafür prinzipiell verschiedene Möglichkeiten. Es ist wichtig zu wissen, dass die verschiedenen angebotenen Faktoren multipliziert werden, um auf eine momentane Gesamtleistung des internen Wärmegewinnes zu kommen.

Beispiel für die Eingabe in TRNBuild:

related floor area: 25 m²
total heat gain: 10 W/m²
convective part: 10 %
control strategie: 0 / 1 z.B. INPUT von externem Regler der abhängig von der Strahlung ein-/ausschaltet
scale: 0 / 1 z.B. 1*SCHEDULE USE (Schedule definiert, wann der Raum belegt ist und damit ggf. beleuchtet werden muss z.B. 8:00 bis 18:00)

Der resultierende Wärmegewinn für die Zone ist:

"convective resulting heat gain" = "Related floor area" * "Total heat gain" *
"convective part" * "control strategie" *
"scale"
"radiative resulating heat gain" = "Related floor area" * "Total heat gain" *
(1- "convective part") * "control strategie" *
"scale"

Wenn sowohl "scale" als auch "control strategie" den Wert 1 annehmen wird der Zone ein Gesamtwärmestrom von 250 W zugeführt.

4.13 Im *.lst file steht die folgende Notiz:

Notice at time: 0.000000
Generated by Unit: 8
Generated by Type: 56
Message: winlib reader: Incorrect visual transmission values encountered in Window-ID 12009. for an angle of 0 °. Incorrect value 0.659 will be limited to the possible physically maximum 0.590! Please check your window data!

Seit TRNSYS 16 wird die Transmission der Solarstrahlung durch eine Verglasung getrennt für sichtbares und nicht sichtbares Licht berechnet (2-Band-Modell). Die physikalischen Daten einiger in der W4lib.dat enthaltenen Gläser wurden jedoch nicht mit spektral aufgelösten Daten ermittelt. Es kommt daher zu Diskrepanzen zwischen den von TRNSYS berechneten Werten und den in der Datenbank enthaltenen Werten für die Visuelle Transmission. Für die Simulation begrenzt TRNSYS Tvis auf den physikalisch höchstmöglichen Wert und gibt daher eine Warnung aus.

4.14 In TRNBuild wird ein anderer U- bzw. g-Wert angezeigt als von den NTYPES 50 bzw. 51 ausgegeben wird. Woran liegt das?

Die in TRNBuild angezeigten Werte für U und g sind die Referenzwerte für die Fenster, die jedoch nur unter genau festgelegten Randbedingungen gelten. Tatsächlich hängen U und g jedoch von den Scheibentemperaturen, den Temperaturen im Raum und der Umgebung und auch von der Anordnung (horizontal – vertikal) des Fensters ab und werden deshalb von TRNSYS für jeden Zeitschritt neu berechnet.

5. FRAGEN ZU VERSCHIEDENEN TRNSYS TYPES

5.1 Was muss man bei der Auswahl des 1. PARAMETERs (NSTK) bei TYPE 2 beachten?

Die Auswahl muss zu dem eingegebenen SOLVER Statement passen:

SOLVER 0 => "old control strategy" NSTK>0, typisch NSTK=5
SOLVER 1 => "new control strategy" NSTK=0

5.2 Welche Daten sollten / sollten nicht beim Einlesen mit TYPE 9 (Data reader) interpoliert werden?

Strahlungsdaten dürfen nicht interpoliert werden!! Zur Interpolation der Strahlungsdaten muss TYPE 16 (Solar Radiation Processor) verwendet werden, damit sich die Energiemenge nicht ändert.

5.3 Bei der Berechung der Solarstrahlung mit TYPE 16 (Solar Radiation Processor) treten Probleme auf. Woran kann dies liegen?

Bei der Definition der Parameter des TYPE 16 ist darauf zu achten, dass sich die Angaben auf den MESS-Standort der Wetterdaten beziehen, und nicht auf den aktuellen Standort des Gebäudes oder Anlage. Folgende Parameter haben Einfluss auf die Umrechnung der Solarstrahlung.

PAR(4)
Starttag der Simulation: 1. Januar = 1 Tag (day) 1. August = 213 Tag (day)
(Achtung: muss mit Startzeit der Simulation übereinstimmen!)

PAR(5)
Breitengrad des Standortes der Wetterdatenmessung

Par(7)
SHIFT in solar time SHIFT ist verantwortlich für die zeitliche Verschiebung der Solarstrahlung und des dazugehörigen Einfallswinkels für den Standort der Wetterdatenmessung.

SHIFT = (L_st - L_loc)
L_st: standard meridian for the local time Referenzlängengrad der betreffenden Zeitzone z.B.: MEZ -15 grad (Görlitz) (Osten ist negative!)
L_loc: longitude of the location in question Längengrad des Standortes der Wetterdatenmessung z.B. -9.9 grad für Würzburg (Osten ist negative!)

PAR(8)
Glätten der Strahlungsdaten (Funktioniert nicht bei MODE 6!)

5.4 Es treten Probleme bei der Strahlungsberechnung auf, obwohl der TYPE 16 richtig definiert ist. Warum?

Hierfür kann die Reihenfolge der TYPES verantwortlich sein. Der Data Reader TYPE 9 muss vor dem TYPE 16 stehen. !!Wichtig!! Type 109 verbindet die Eigenschaften dieser beiden Types und ist einfacher zu verwenden.

5.5 Wie funktioniert der Simulation Summary Type 28?

Der TYPE 28 liest in jedem Zeischritt Ergebnisse ein und integriert Sie über ein vorzugebendes Zeitintervall auf. So können z. B. aus Momentanleistungen Energiemengen für bestimmte Intervalle errechnet und in eine Datei geschrieben werden.

Zusätzlich ist in den Type 28 ein "Rechner" integriert, mit dem zusätzlich verschiedene Rechenoperationen (z.B. Umrechnung von Einheiten, Mittelwertbildung etc.) durchgeführt werden können. Der "Rechner" arbeitet mit einer sog. umgekehrten polnischen Notation, d. h. es werden immer erst die Variablen / Zahlen eingegeben und danach die Rechenoperation durchgeführt.

Bsp.: Eingabe "3", Eingabe "5", Eingabe "+" -> Ergebnis "8"

Die Eingabe der Variablen und die durchgeführte Rechenoperation werden durch og. Operation Codes gesteuert. Für jede Variable deren Ergebnis in einen Datenfile geschrieben werden sollen, werden mindestens die folgenden Operation Codes benötigt:

"0" - lies den nächsten Input ein
"-4" - schreibe das Ergebnis des Aufsummierens in den Ergebnisfile

Zusätzlich können Berechnungen, wie z.B. die Umrechnug von kJ in kWh durchgeführt werden:

"-11" - lies den ersten Input ein
"-1" - lies den nächsten Parameter ein
"3600" - das ist der nächste Parameter!
"2" - dividiere Input / 3600
"-4" - schreibe das Ergebnis in den Ergebnisfile

6. Strömungssimulation mit TRNFLOW

6.1 Under Construction